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Sommer, Sonne & Neurodermitis

Der Sommer ist da! Was du jetzt beim Aufenthalt in der Sonne mit Neurodermitis beachten solltest.

23.08.2022
Lesedauer: 4 Min.

Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen – endlich ist er da, der Sommer. Doch mit stärkerer Sonneneinstrahlung kommen auch neue Herausforderungen auf dich und deine Haut zu. Wir verraten dir, welche Auswirkungen die Sonne auf deine Neurodermitis haben kann, warum ein Urlaub oft nicht nur Entspannung für Körper und Seele, sondern auch für deine Haut bedeutet und wie du dich am besten schützt.

Sommerzeit ist Erholungszeit – auch für deine Neurodermitis?

Tatsächlich kann die Sommer- und damit oft verbundene Urlaubszeit dazu führen, dass deine Neurodermitis-Schübe seltener kommen, ganz ausbleiben und geschädigte Hautpartien besser abheilen können. Sonnenstrahlen haben grundsätzlich einen positiven Effekt auf unsere Stimmung. Stress reduziert sich dadurch automatisch und mit ihm schließlich auch ein entscheidender Neurodermitis-Trigger. Einen positiven Effekt bei Neurodermitis haben zudem Urlaubsreisen in mildere, allergenarme Klimagebiete. Das Baden in salzhaltigem Wasser fördert außerdem die Ablösung von abgestorbenen Hautzellen, wodurch sich der Juckreiz reduziert.  

Nutze den Sommer für eine kleine Auszeit – das entspannt Körper, Seele und Haut. 

Aber Achtung: Solltest du allergisch auf Pollen im Frühling und Sommer reagieren, kann es sein, dass die sonnige Jaheszeit mit mehr Stress als Entspannung verbunden ist. Pollen und Schweiß triggern neue Neurodermitis-Schübe. Das kann leider auch zu einer deutlichen Verschlechterung des Hautbildes führen.  

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Das kannst du bei stärkeren Neurodermitisschüben im Sommer tun

  • Eine erfrischende Dusche kühlt deine Haut, wäscht den Schweiß ab und lindert den Juckreiz 
  • Wenn du bisher einen reichhaltigen Balsam oder eine stark fettende Körpercremeverwendet hast, kann dir die Umstellung auf eine leichtere Pflege wie zum Beispiel eine Creme oder Milch helfen, um deine Haut bei warmen Temperaturen nicht unnötig zu belasten. 

Neurodermitis und Sonne: Achte auf ausreichenden Schutz 

Trotz aller Entspannung durch Sonne, Meer oder mildes Klima, versuche die Pflege deiner Haut im Urlaub nicht zu vernachlässigen. Durch die Neurodermitis ist deine Hautbarriere grundsätzlich gestört, wodurch UV-Strahlen besonders leicht auch in tiefere Hautschichten dringen können. Dort können sie Entzündungsprozesse und Sonnenallergien begünstigen. Das Risiko an Langzeitschäden oder gar Hautkrebs zu erkranken steigt. Deshalb ist es für dich besonders wichtig, deine Haut im Sommer gut zu schützen.  

Einen grundlegenden und natürlichen Schutz bietet zunächst deine Kleidung. Je weniger Hautpartien der direkten Sonne ausgesetzt sind, desto besser. Achte jedoch darauf, dass deine Kleidung luftig ist, so dass es zu keinem Hitzestau am Körper kommt. Schweiß führt zu Juckreiz und begünstigt Neurodermitis-Schübe und Entzündungen. Zudem sollte deine Kleidung möglichst aus natürlichen Materialien wie zum Beispiel Baumwolle oder Leinen bestehen, um Hautirritationen zu vermeiden.  

Eincremen ist das A und O bei Neurodermitis! 

Neben Kleidung ist Sonnencreme als Schutz vor UVA- und UVB-Strahlen bei Neurodermitis unerlässlich. Verwende dabei grundsätzlicham besten Sonnencreme oder -milch mit einem möglichst hohen Lichtschutzfaktor SPF 50+! Solltest du zu besonders empfindlicher Haut neigen, die bestimmte chemische Filter oder Duftstoffe nicht verträgt, kann für dich eine Sonnencreme mit mineralischem Filter ohne Duftstoffe eine gute Alternative sein. Der Filter legt sich sanft auf deine Haut und fungiert wie ein Spiegel, der die UV-Strahlen reflektiert. Eine mineralische Sonnenmilch versorgt deine überempfindliche Haut zusätzlich mit Feuchtigkeit und hilft die Hautbarriere zu stabilisieren.  

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Die richtige Pflege nach dem Sonnenbad

Nach einem Tag im Freien, ist es wichtig, dein Gesicht und deinen Körper am Abend gründlich von überschüssiger Sonnencreme und Schweiß zu befreien, zum Beispiel mit einem schützenden Reinigungsöl oder einer rückfettenden Seife. Beides reinigt sanft, beruhigt deine Haut und schützt sie vor dem Austrocknen. Solltest auch auf der Kopfhaut an Neurodermitis leiden, eignen sich für die Reinigung zum Beispiel Produkte, die sowohl für Körper, Gesicht als auch Haare geeignet sind, wie zum Beispiel ein rückfettendes Reinigungsöl oder ein geschmeidigmachendes Reinigungsgel.

Nach der Reinigung empfehlen wir dir eine rückfettende Creme, Körpermilch oder spezielle After-Sun Lotion, um deine Haut mit ausreichender Feuchtigkeit und Nährstoffen zu versorgen.  

Tipps für den Umgang mit Neurodermitis im Sommer   

  • Nutze einen Neurodermitis geeigneten Sonnenschutz mit SPF 50+ bevor du in die Sonne gehst. 
  • Meide zu ausgedehnte Sonnenbäder und längere Aufenthalte in der Mittagssonne. 
  • Es empfiehlt sich grundsätzlich den gesamten Körper großzügig einzucremen, um zu vermeiden, dass Hautpartien vergessen werden. 
  • Erneuere regelmäßig den Sonnenschutz durch ausgiebiges Nachcremen. 
  • Trage lockere, luftige Kleidung aus natürlichen Materialien wie z.B. Baumwolle oder Leinen. 
  • Reinige deine Haut nach dem Aufenthalt in der Sonne, am besten mit einem rückfettenden Reinigungsöl oder einer sanften Waschlotion, tupfe deine strapazierte Haut vorsichtig trocken und nutze anschließend eine rückfettende Creme.  

Fazit: Mit geeignetem Sonnenschutz und regelmäßiger Pflege steht der Kombination Sommer und Sonne bei Neurodermitis nichts im Wege.

Sollte deine Haut durch Allergien und Schweiß zu stärkeren Schüben tendieren, versucheRuhe zu bewahren. Auch hier gibt es Maßnahmen, die dir in der heißen Jahreszeit schnelle Linderung verschaffen können wie zum Beispiel eine erfrischende Dusche oder ein kurzer Sprung ins kühle Nass.  

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